Nachlese zur EURO 2012

Seit vier Jahren ist es ja aller zwei Jahre so: Ein Rundschreiben flattert in den elektronischen Posteingang. Thema: „Mollis Fußball-Tippspiel – bitte registriert euch“. Die Zeit der relativen Ruhe ist damit vorbei – und zwar für ca. 40 Freunde und Bekannte: goali, blutgrätsche, dribbelkönig, jomes, zufallsqueen, wadlbeißer, bohndolski… und weitere illustre Tippspiel-Fans versuchen sogleich die Bonusfragen zu beantworten, die bereits vor Beginn des Spielbetriebs für Grübeleien und schlaflose Nächte sorgen können.

„Wer bekommt bei der EURO 2012 die erste rote Karte?“
Brakelfrau alias wadlbeißer wählt den pragmatischen Ansatz. Der Grieche „Sokratis Papastathopoulos“ hat den längsten und zugleich einen sehr schwierig zu merkenden Namen. Es ist nur folgerichtig, dass kein Schiedsrichter der Welt sich über 90 Minuten mit diesem Namen herumärgern möchte. Ein Schiedsrichter hat ja noch ganz andere Aufgaben.
Ergebnis: Brakelfrau führt nach dem Eröffnungsspiel durch richtige Beantwortung von zwei Bonusfragen (den ersten Torschützen hat sie auch erahnt…) die Tippspiel-Rangliste an. Sensationell!

Sommerberg

Das Sommerloch bietet sich als Thema an, denn die Fußball-EM ist seit gestern Abend vorüber und die Olympischen Sommerspiele haben noch nicht begonnen. Zudem ist noch kein Euro-Land zum Kein-Euro-Land geworden und bei meiner spanischen Bank konnte ich tatsächlich noch vor wenigen Tagen einen höheren Betrag abheben. Also, alles keine Themen fürs Bloggen. Meine Ideen befinden sich im Sommerloch. Da helfen Zitate – Zitate, die so groß, so unglaublich, so zeitlos sind, dass sie den soeben von mir erfundenen Begriff „Sommerberg“ verdienen. (Mehr als diese Wortschöpfung ist mir aktuell nicht in den Sinn gekommen. Die Ursache ist im ersten Begriff dieses Artikels zu finden.)

Neil Young in „Die Zeit“ über die „lumpigen, nach gar nichts klingenden MP3s“ und über mögliche neue Technologien für 100%igen Sound übers Internet:
„…es ist doch so: Ein neuer Stil, von dem du nur fünf Prozent des Gesamtklangs mitkriegst, wird nichts bewirken. Man muss ins Innere einer Person vordringen, ihre Sinne mit dem Sound erschüttern, wenn sich etwas ändern soll. Der Körper braucht das.“

Bobby Womack im „Rolling Stone“:
„Jeder hat Soul, nur wissen die meisten nicht, wo ihre Seele ist.“