Urlaubspost

Postkarten im Dorfladen kaufen. Briefmarken soll es an der Rezeption geben.
Kleinen Ausflug machen. Leckeren Fisch in einem Biergarten, der sich auf leckeren Fisch und Omas Apfelkuchen spezialisiert hat, essen. Danach einen Kaffee trinken und die Postkarten schreiben. Abends and der Rezeption – Briefmarken sind aus. Letzter Urlaubstag, also gleich nach dem Frühstück zur Rezeption laufen. Es gibt keine Briefmarken, aber einen Tipp: Kaufhaus im nächsten größeren Ort mit DHL-Filiale. Prima. Radsachen anziehen – es regnet – aber egal… frische Luft nach dem Frühstück muss nicht trocken und warm sein. Riesiges Einkaufscenter – Dauerregen. Am Stand der Fischverkäuferin unterstellen – nach Post-Filiale fragen. Sie sagt, es gäbe keine. Nur einen Briefkasten. Fischkaufende Touristin weiß es besser: im Kinder-Kaufhaus gibt es einen DHL-Schalter. Alle, wirklich alle Kinder, die in den letzten beiden Wochen am Strand gebuddelt haben, sind im Kaufhaus – einschließlich der leicht genervten Eltern Großeltern oder Betreuer: „Das stellst du bitte wieder hin – zu teuer. Das hast du doch schon zu Hause. Das ist ein Spiel für die Ruhe – nichts für dich. Was solls – das kaufen wir…“ Nachdem sich mindestens drei Leute vorgedrängelt haben, bekommst du die Chance auf einen kurzen Dialog mit der DHL-Schalter-Angestellten… 13 Briefmarken. Du musst diese allerdings selbst aufkleben. In einer halbwegs ruhigen Ecke reißt du eine Briefmarke ab, legst diese auf den noch immer vom Regen tropfenden Fahrradhelm und haust sie dann mit der Faust auf eine Postkarte. Es kann noch ein guter Tag werden. Stellst dich nochmal am Post-Schalter an und gibst die Karten ab. Das erscheint dir konsequent und irgendwie persönlicher als der Einwurf in den Briefkasten. Im Dauerregen radelst du glücklich zurück in die Ferienwohnung. Vielleicht wird es noch ein Strandtag.

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